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Vorlage - VO/06/14./0060  

Betreff: Umstellung der Straßenbeleuchtung auf Energiesparlampen zum Zweck der Energiekosteneinsparung
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage SG
Verfasser:Matthias MückeAktenzeichen:66 16 - 06
Federführend:FACHBEREICH 4 - Bauen und Planen Bearbeiter/-in: Bartens, Mirja
Beratungsfolge:
Rat der Gemeinde Brüggen Entscheidung
24.09.2008 
öffentliche Sitzung des Rates der Gemeinde Brüggen geändert beschlossen   

Sachverhalt
Beschlussvorschlag
Finanzielle Auswirkungen
Anlage/n
Anlagen:
Anlage 1 Sondierung  
Anlage 2 Umrüstungskosten  
Anlage 3 Vergleich  
Anlage 4 Stromkostenermittlung  

Am 21

Am 21.2.2008 wurde durch den Rat beschlossen, dass die Straßenbeleuchtung in der Gemeinde Brüggen auf Energiesparlampen umgestellt werden soll. Die Verwaltung wurde mit der Erarbeitung eines Konzeptes für die Umsetzung beauftragt. Die für die Umstellung erforderlichen finanziellen Mittel sollen im Haushaltsplan 2009 eingestellt werden.

 

Am 6.3.2006 hat in Brüggen auf Initiative des Fachbereichs 3 eine Informations-veranstaltung zum Thema „Energiesparpotenziale  der Straßenbeleuchtung“ stattgefunden. Hierzu waren alle zuständigen Vertreter der Mitgliedsgemeinden eingeladen worden.

 

Anhand des speziell für die Gemeinde Brüggen erstellten Konzeptes wurden mit freundlicher Unterstützung eines externen Beraters der Fachfirma Vulkan mögliche Energiesparvarianten diskutiert, technisch durchführbare Umrüstungen aufgezeigt und Grundlagenkenntnisse vermittelt.

 

Das Konzept ist durch die Tiefbauabteilung überarbeitet worden, um den finanziellen Aufwand bzw. die Durchführbarkeit zu konkretisieren. (siehe Anlage 1 „Sondierung von Energiesparvarianten“, Anlage 2 „Kostenermittlung“, Anlage 3 „Umrüstungsvarianten im direkten Vergleich; Anlage 4 „Stromkostenermittlung und CO2 – Reduzierung“)

 

Zwei Umrüstungsvarianten stehen zur Auswahl.

Als Variante 1 ist hier die Umrüstung auf gelbes Licht (NAV) zu nennen. Bei dieser Variante wird das vorhandene Leuchtmittel (Quecksilberdampf-Hochdrucklampe) ausgetauscht und das Vorschaltgerät in der Leuchte erneuert. Die Umrüstung auf NAV (gelbes Licht) ist die derzeit effizienteste und wirtschaftlich sinnvollste Methode um den Stromverbrauch kurzfristig zu reduzieren. Durch Umrüstung auf gelbes NAV-Licht ist es möglich die Gesamtwattage aller Leuchten von 12.191 Watt auf 8.526 Watt zu senken. Dies entspricht einer Reduzierung um 30%. Im direkten Umrüstungsvergleich HQL zu NAV beträgt die Energieeinsparung sogar 37,5-44%. Die Differenz ist darin begründet, das einige Straßenzüge schon auf Energiesparleuchten umgerüstet oder erneuert worden sind (z.B. Teichgarten, Im Troge, Hoher Weg), bzw. das alte Pilzleuchten aus wirtschaftlichen Gründen nicht mehr auf NAV umgerüstet werden. Des weiteren kann die Lebensdauer der Leuchtmittel durch den Wechsel auf NAV von 2,5 auf 4 Jahre erhöht und die Lichtausbeute (lm/Watt) um 35-55% gesteigert werden. Jedoch ist hierfür ein geringer Helligkeitsverlust in Höhe von 3-6%, sowie eine schlechte Farbwiedergabe in Kauf zu nehmen.

 

Die Gesamtumrüstungskosten für den Wechsel auf NAV betragen ~ 10.580 €.

Nach vollständiger Umsetzung der Umrüstung ist mit einer jährlichen Energiekosteneinsparung in Höhe von ~1760 € zu rechnen.

 

Es ist zu beachten, dass die Beleuchtung des Kirschweges (11 Pilzleuchten) nicht in den Berechnungen berücksichtigt ist, da diese in Kürze erneuert werden soll! Nach erfolgter Erneuerung sind hier weitere 5% Energieeinsparung zu erzielen.

 

 

Bei Variante 2 werden, sofern technisch durchführbar, alle Leuchten auf Kompakt-Leuchtstofflampen (je zwei Leuchtmittel in einer Lampe) umgerüstet. Bei älteren Kasten- bzw. Wabenleuchten wie in der Haupt- und Marktstraße vorhanden, müssen die kompletten Leuchten (ohne Masten) erneuert werden, da eine Umrüstung unwirtschaftlich ist.

 

Bei der Umrüstung auf Kompakt-Leuchtstofflampen ist eine Stromersparnis von etwa 31 % erreichbar. Durch Umrüstung auf weiße TC-L Beleuchtung ist es möglich die Gesamtwattage aller Leuchten von 12.191 Watt auf 8464 Watt zu senken. Allerdings sind die Aufwendungen für die Durchführung der Umrüstung etwa um das ~2,5 fache höher, als für die Umrüstung auf NAV (gelbes Licht). Die Gesamtumrüstungskosten betragen hierfür ~ 27.100 €. Nach vollständiger Umsetzung der Umrüstung ist mit einer jährlichen Energiekosteneinsparung in Höhe von ~1790 € zu rechnen.

 

Die teilweise nicht durchführbare Umrüstung (evtl. fehlende Umrüstsätze) sowie die hohen Umrüstungskosten machen die Variante 2 unwirtschaftlich. Des weiteren steht die Summe der Einsparungen in einem schlechten Verhältnis zu den Investitionskosten.

 

Bei beiden Varianten ist eine Modernisierung der alten Pilzleuchten nicht vorgesehen da diese wirtschaftlich nicht sinnvoll ist. Eine optimale Lichtausbeute ist aufgrund der Konstruktion (Licht strahlt in alle Richtungen) und opalisierender Verglasung (Milchglas ist nur zu 55-78% lichtdurchlässig) ebenfalls nicht zu erreichen. Altersbedingt müssen diese in nächster Zeit gegen neue Leuchten ausgetauscht werden.

 

In der Anlage 1 sind Vor- und Nachteile der Energiesparvarianten dargestellt. Einzelheiten werden in der Sitzung durch den Fachbereich 3 erläutert.

 

Beschluss:

Beschluss:

 

Variante 1:

Die Beleuchtungsanlage der Gemeinde Brüggen wird gemäß Variante 1 auf gelbes Licht (NAV) umgerüstet. Die Umrüstung wird entsprechend der zur Verfügung gestellten Haushaltsmittel durchgeführt.

 

Variante 2:

Die Beleuchtungsanlage der Gemeinde Brüggen wird gemäß Variante 2 auf Kompakt-Leuchtstofflampen (TC-L) umgerüstet. Die Umrüstung wird entsprechend der zur Verfügung gestellten Haushaltsmittel durchgeführt.

 

 

Voraussichtliche Kosten und haushaltsmäßige Auswirkungen:

Voraussichtliche Kosten und haushaltsmäßige Auswirkungen:

 

Variante 1 - Umrüstung auf gelbes Licht (NAV):

Die Gesamtumrüstungskosten ~ 10.600 €.

Nach vollständiger Umsetzung der Umrüstung ist mit einer jährlichen Energiekosteneinsparung in Höhe von ~1760 € zu rechen.

 

Variante 2 - Umrüstung auf Kompakt-Leuchtstofflampen (TC-L):

Die Gesamtumrüstungskosten betragen hierfür ~ 27.100 €. Nach vollständiger Umsetzung der Umrüstung ist mit einer jährlichen Energiekosteneinsparung in Höhe von ~1790 € zu rechen.

 

Die Kosten können durch die vorhandenen Rücklagen in Höhe von 98.000 € gedeckt werden, sofern diese nicht für andere Bauvorhaben eingesetzt werden (z.B. Endausbau Sieben-Berge-Ring).

 

Sofern keine weiteren Grundstücke veräußert werden müssen die Kosten finanziert werden.

 

Die entsprechenden Haushaltsmittel sind im Haushalt 2009 einzustellen.

 

Auswirkungen auf die Umwelt, auf Schwerbehinderte und von frauenpolitischer Bedeutung:

 

Jede verbrauchte Kilowattstunde Strom trägt im Durchschnitt mit 0,65 kg Kohlendioxid (CO2 ) zum Treibhauseffekt bei.

 

Bei einem derzeitigen Verbrauch von ~33.373 Kilowattstunden/Jahr beträgt die CO2 Emission etwa 21,7 Tonnen CO2 / Jahr.

 

Bei Umsetzung der Variante 1 (NAV) bzw. Variante 2 (TC-L) könnten jährlich ca. ~15 Tonnen CO2 / Jahr eingespart werden. Die CO2 - Reduzierung steht im direkten Verhältnis zur Energieeinsparung (30%).

 

Eine Tonne CO2 entspricht bildlich gesprochen dem Volumen eines 25 Meter langen, 10 Meter breiten und 2 Meter tiefen Schwimmbades. Mit Durchführung der Umrüstung kann ein aktiver Beitrag zum Klimaschutz erbracht werden.

 

 

In Vertretung

 

 

 

 

Mensing

Anlagen:

Anlagen:

 

Konzept

Anlagen:  
  Nr. Name    
Anlage 1 1 Anlage 1 Sondierung (1519 KB)      
Anlage 2 2 Anlage 2 Umrüstungskosten (33 KB)      
Anlage 3 3 Anlage 3 Vergleich (14 KB)      
Anlage 4 4 Anlage 4 Stromkostenermittlung (14 KB)