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Vorlage - VO/20/16./0255  

Betreff: Bedarfsgerechter Ausbau von Plätzen im Kindertagesstättenbereich der Samtgemeinde Leinebergland- Gemeinsamer Antrag der SPD und CDU- Samtgemeinderatsfraktion vom 20.04.2018
Status:öffentlich  
Beratungsfolge:
Ausschuss für Jugend, Soziales und Senioren der Samtgemeinde Leinebergland Vorberatung
05.06.2018 
öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Ausschusses für Jugend, Soziales und Senioren der Samtgemeinde Leinebergland geändert beschlossen   
Ausschuss für Planung, Bau, Mobilität und Umwelt- und Klimaschutz der Samtgemeinde Leinebergland Vorberatung
Samtgemeindeausschuss der Samtgemeinde Leinebergland Vorbereitung
Rat der Samtgemeinde Leinebergland Entscheidung
19.06.2018 
öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Rates der Samtgemeinde Leinebergland geändert beschlossen   

Sachverhalt
Beschlussvorschlag
Finanzielle Auswirkungen
Anlage/n
Anlagen:
Antrag Bedarfsgerechter Ausbau  
Rahmenkosten Kiga-BAu  

Aufgrund der aktuellen Anmeldesituation sowie der Antragstellung der SPD und CDU Samtgemeindefraktion wurde die Verwaltung mit Antrag vom 17.04.2018 beauftragt Vorschläge zu unterbreiten, an welcher Stelle neue Krippengruppen entstehen bzw. gebaut werden können, um eine Versorgung mit Krippenplätzen von 66 % anzustreben.

 

Der Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz gemäß § 24 SGB VIII besteht grds. ab Vollendung des ersten Lebensjahres.

Bisher konnten verwaltungsseitig alle Anmeldungen für eine Krippenbetreuung mit einem Platz versorgt werden. Ab dem neuen Kindergartenjahr kann nicht mehr allen angemeldeten Kindern einen Krippenplatz angeboten werden, so dass der o.g. Rechtsanspruch nicht mehr erfüllt werden kann.

 

Die Samtgemeinde wird zum 01.08.2018 über 114 institutionelle Krippenplätze vergen, weitere 30 Krippenptze werden in Tagespflege betreut.

 

Um eine Versorgungsquote von 66 % zu erreichen, bei jährlich durchschnittlich 300 Krippenkindern pro Kita-Jahr, sind die vorhandenen Kapazitäten um rd. 54 Plätze zu erhöhen.

 

Betrachtet man die in der letzten Sitzung vorgestellte Kindertagesstättenbedarfsplanung, so ist klar erkennbar, dass die Plätze in der Stadt Gronau (L.) benötigt werden.

 

Verwaltungsseitig wurde daraufhin geprüft, auf welchem Grundstück eine Kindertagesstätte errichtet werden kann.

 

In Abstimmungs- bzw. Abwägungsgesprächen mit dem Bauamt und der Nds. Landesschulbehörde, hat sich der Bau einer Kindertagesstätte mit 3 Krippengruppen und einer Kindergartengruppe als die geeignetste Variante im Kernort Gronau (Leine) im Bereich der Westallee Abenteuerspielplatz-  herauskristallisiert, nachdem u.a. das Geude der Grundschule in Rheden nun verkauft wird.

 

Der Bebauungsplan Gronau (L.) Abenteuerspielplatz - sieht bereits die Errichtung einer Kindertagesstätte vor, so dass hier umgehend mit den Vorplanungen bzw. der Baumaßnahmen begonnen werden könnte und eine Inbetriebnahme Ende 2019 realisierbar wäre. Der Verwaltungsausschuss der Stadt Gronau (L.) hat zudem am 24.04.2018 den Beschluss gefasst, der Samtgemeinde Leinebergland die o.g. Grundstücksfläche kostenlos zur Verfügung zu stellen.

 

Im Rahmen eines Ortstermins mit der Nds. Landesschulbehörde am 08.05.2018, wurden die dortigen baulichen und die dagogischen zwingenden Hinweise (barrierefrei, ebenerdig, integrativ) aufgegriffen und eine Planung vorgenommen.

 

Unter Berücksichtigung der gesetzlichen Vorgaben lt. Kindertagesstättengesetz (KitaG) und der entsprechenden Durchführungsverordnung sieht die Finanzierung, welche durch einen Nachtragshaushaltsplan gesichert werden muss, wie folgt aus:

 

Rahmenkosten geschätzt = 2.900.000 €

 

Vorgesehene Zuschüsse lt. Richtlinie des Landes (RAT V) = 540.000 €

Vorgesehene Zuschüsse lt. Richtlinie des Landkreises (27%) = 637.000 €

 

 

Eigenanteil der Samtgemeinde Leinebergland =1.723.000 € 

 

Hinsichtlich der pädagogischen Ausrichtung ist sowohl die Kindergarten- als auch die Krippengruppe als Integrationsgruppe vorgesehen. Die neue Regelung hinsichtlich der Sprachförderung wird über einen Multifunktionsraum Rechnung getragen. Die Einrichtung ist als Ganztagseinrichtung vorgesehen.

 

Um für den Übergang bis zur Errichtung der möglichen neuen Kindertagesstätte Platzkapazitäten zu schaffen, wird in Absprache mit dem Team der Kindertagesstätte Eime eine Kleingruppe mit bis zu 8 Kindergartenkinder für das Kindergartenjahr 2018/2019 eingerichtet. Damit können Krippenkinder, die das dritte Lebensjahr vollendet haben in den Kindergarten wechseln und Plätze im Krippenbereich neu vergeben werden.

 

Gleiches gilt für die Kindergartengruppe, die durch KidS voraussichtlich zum 01.01.2019 in Eime an den Start gehen wird.

 

Weitere Bedarfe im laufenden Kindergartenjahr in der Krippenbetreuung können  ggf. über die Tagespflege abgedeckt werden. In Kürze wird es eine weitere Tagespflegeperson geben, die ihren Dienst im Samtgemeindegebiet aufnehmen wird. Weitere Tagespflegeplätze in den Großtagespflegestellen in Nachbarkommunen stehen noch bei Bedarf zur Verfügung. Hier ist der Kontakt zwischen den Familien- und Kinderservicebüros gut.

 

Weitere Erläuterungen werden bei Bedarf in der Sitzung mündlich vorgetragen.


Beschluss:

Die Samtgemeinde Leinebergland beschließt zum bedarfsgerechten Ausbau der Kindertagesbetreuung, den Bau einer Kindertagesstätte mit 3 Krippengruppen sowie einer Kindergartengruppe. Eine Inbetriebnahme ist zum 01.01.2020 vorgesehen.

 

Das Gebäude soll im Bebauungsgebiet „Saure Maate- nördlicher Bereich“ neben dem Abenteuerspielplatz errichtet werden. Die von der Stadt Gronau (Leine) dafür kostenlos zur Verfügung gestellte Grundstücksfläche an der Westallee (Flurstück 77/24 der Flur 5) wird seitens der Samtgemeinde Leinebergland angenommen und in das Eigentum der Samtgemeinde Leinebergland übertragen. Anfallende Ablöse-, Vermessungs- und Erschließungskosten muss die Samtgemeinde Leinebergland tragen.

 

Die erforderlichen Investitionskosten sind über einen Nachtragshaushaltsplan zur Verfügung zu stellen. Die Rahmenkosten hierfür betragen lt. Kostenschätzung des Fachbereichs rd. 2.900.000 € in der Ausgabe sowie 1.177.000 € in der Einnahme.“


Voraussichtliche Kosten und haushaltsmäßige Auswirkungen:

Die Investitionskosten lt. Aufstellung sind über einen Nachtragshaushaltsplan bereit zu stellen. Die Personalkosten sind im Stellenplan vorzusehen und die erforderlichen Betriebskosten sind anteilig im Budget 2019 und vollständig in den Folgejahren zu veranschlagen.

 

Auswirkungen auf die Umwelt, auf Schwerbehinderte und von frauenpolitischer Bedeutung:

Mit dem Ausbau der Krippenbetreuung kann die Vereinbarkeit von Familie und Beruf verbessert werden.

 

 

 

Mertens


Anlagen:

 

Anlagen:  
  Nr. Name    
Anlage 1 1 Antrag Bedarfsgerechter Ausbau (183 KB)      
Anlage 2 2 Rahmenkosten Kiga-BAu (345 KB)